Prof. Dr. med. Gerhard Leyendecker

Willkommen

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage,

Einige von Ihnen kennen mich noch aus meiner Tätigkeit an der Frauenklinik des Klinikum Darmstadt, deren Direktor ich von 1984 bis Ende 2006 war.

Von Januar 2007 bis Dezember 2017 war ich Partner in der Partnerschaftsgesellschaft

Kinderwunschzentrum Darmstadt
Bratustrasse 9
64293 Darmstadt,

welches unmittelbar als Ausgründung aus der Reproduktionsmedizinischen Abteilung der Frauenklinik des Klinikum Darmstadt hervorgegangen war.

 

Zum 31.12.2017 bin ich aus der Partnergesellschaft ausgeschieden und nun in eigener Praxis in Frankfurt tätig.

Die vorliegende Homepage gibt Ihnen einen Überblick über meine früheren und jetzigen Aktivitäten. Dazu dienen das Curriculum Vitae, die Verzeichnisse wissenschaftlicher Publikationen, ein Überblick über die Schwerpunkte meiner ärztlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit, verschiedene Links sowie die folgenden Ausführungen.

Ein wesentlicher Aspekt meiner Tätigkeit an der Frauenklinik des Klinikum Darmstadt war – neben der klassischen Frauenheilkunde und Geburtshilfe – die „Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin“. Es handelt sich hierbei um einen Schwerpunkt innerhalb des Faches Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Heute ist der Erwerb dieser Schwerpunktbezeichnung mit einer dreijährigen Weiterbildung und einer abschließenden Prüfung vor der Landesärztekammer im Anschluss an die Weiterbildung zum Facharzt (-ärztin) für Frauenheilkunde und Geburtshilfe verbunden. Weiter unten wird das Tätigkeitsfeld der Gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin ausführlich beschrieben.

Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Frankfurt am Main und Heidelberg/Mannheim ist das Klinikum Darmstadt ähnlich wie ein Universitätsklinikum ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit 18 einzelnen Kliniken und Instituten.

Die Frauenklinik bot unter meiner Leitung sämtliche drei Säulen der frauenärztlichen Behandlung und Ausbildung:

  • Allgemeine und operative Gynäkologie unter Einschluss der operativen und onkologischen Behandlung des Unterleibs- und Brustkrebses. Im Rahmen DMP (disease management program) Brustkrebs fungiert die Frauenklinik als Koordinationskrankenhaus im Bereich Südhessen.
  • Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Zusammen mit den Eleonoren Kinderkliniken betreibt die Frauenklinik das Südhessische Perinatalzentrum. Frauenklinik und Perinatalzentrum sind als „Mutter-Kind-Zentrum“ zusammengefasst.
  • Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin.

1986 hatten meine Mitarbeiter und ich mit dem Aufbau eines Kinderwunschzentrums an der Frauenklinik des Klinikum Darmstadt begonnen und konnten bald die erste Schwangerschaft mit Hilfe der künstlichen Befruchtung (In-vitro-Fertilisation; IVF) erzielen. Dieses erste Darmstädter „IVF-Baby“ wurde Anfang 1987 geboren.

Die In-vitro-Fertilisation ("große Broschüre" und "kleine Broschüre") stellt einen Meilenstein in der Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit dar. Es konnten jetzt Frauen ein eigenes Kind bekommen, die zuvor wegen verschlossener Eileiter als Folge von Unterleibsentzündungen, des Verlustes der Eileiter nach Eileiterschwangerschaften oder wegen einer Endometriose und Adenomyose nicht bzw. nicht mehr schwanger werden konnten.

Erstaunlicherweise war die Aufnahme dieser neuen Behandlungsmöglichkeiten durch die deutschen Medien äußerst reserviert, ja geradezu ablehnend. „Man muss auch verzichten können“, war eine gängige Formulierung, die der neuen Methode entgegengehalten wurde. Jan Ross, jetzt „Die Zeit“, damals „FAZ“, verstieg sich in seiner Glosse „Sex im Glas“ im Feuilleton der FAZ zu der abstrusen Bemerkung, der eigentliche Skandal der britischen Boulevardpresse bestünde nicht so sehr in der Offenlegung von Politikeraffären sondern in der positiven Berichterstattung über die neuen Methoden der Kinderwunschbehandlung. Fundamentalisten in den verschiedensten gesellschaftlichen Organisationen und in den Medien muss es geschmerzt haben, dass der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 17.12.1986 der künstlichen Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch den Charakter einer Heilbehandlung zusprach.

Ein weiterer Meilenstein war 1992 – 1993 die Einführung der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI). ICSI ist ebenso wie IVF ein Verfahren der künstlichen Befruchtung. Bewegungsschwache Samenfäden, die das normale Eintreten einer Schwangerschaft unmöglich machen, werden unmittelbar in einzelne Eizellen injiziert, wodurch es zur Befruchtung kommt und ein Embryo entsteht. Es handelt sich hierbei um eine äußerst wirksame Methode der Kinderwunschbehandlung bei gestörter männlicher  Fruchtbarkeit, die zumindest in der Hälfte der Fälle die Ursache ungewollter Kinderlosigkeit eines Paares darstellt. Aus der ICSI-Behandlung als solcher resultiert kein besonderes Risiko für das Kind (s. „große Broschüre“).

Zum 01.01.2007 war die Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin aus dem Klinikum Darmstadt ausgegliedert und wird seitdem mit nahezu im Grundsatz unverändertem aber erweitertem Team im Kinderwunschzentrum Darmstadt fortgeführt worden. Allerdings bestand über eon8ige Jahre weiterhin eine enge Kooperation zwischen dem ausgegliederten Kinderwunschzentrum Darmstadt und der Frauenklinik. Die Frauenklinik hatte sich aufgrund meiner wissenschaftlichen und klinischen Tätigkeit auf dem Gebiet der Endometriose in den letzten Jahren einen besonderen Namen als „Endometriosezentrum“ gemacht und war auch bekannt dafür geworden, dass bei ausgeprägtem Uterus myomatosus trotz vieler Myome durch geeignete operative Maßnahmen der Uterus für eine angestrebte Schwangerschaft erhalten werden konnte. Ein Kooperationsvertrag zwischen dem Klinikum und dem Kinderwunschzentrum regelte, dass die Ärzte des Kinderwunschzentrums ihre Patientinnen in der Frauenklinik operieren können. Wir fassen diese Operationen unter dem Begriff „Profertilitätsoperationen“ zusammen, also notwendige operative Maßnahmen, die zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit führen. Dies sind Bauchspiegelungen (Laparoskopien), Gebärmutterspiegelungen (Hysteroskopien), aber auch operative Eingriffe, die einen Leibschnitt (Laparotomie) erforderlich machen. In meiner jetzigen Beratungssprechstunde vermittele ich Sie an die aus meiner Sicht kompetentesten Ärztinnen und Ärzte auf dem jeweiligen Gebiet.

Myome der Gebärmutter   Bedeutung für den Kinderwunsch, Erhalt des Uterus, Diagnose und Therapie.

© 2017-2018 Prof. Dr. med. G. Leyendecker